Friedensumzug durch Jaffna

Am 9. Juni fand ein großer Friedensumzug mit über 300 tamilischen, singhalesischen und muslimischen Teilnehmern in Jaffna statt. Die Parade wurde von großen Wägen mit schöner traditioneller Dekoration angeführt und von verschiedenen Tänzergruppen und Trommler in bunten Kostümen begleitet. Insgesamt nahmen 20 Zentren der Organisation Centre for Performing Arts, aus ganz Sri Lanka teil. Der friedliche Umzug welcher 3 Kilometer durch die Innenstadt Jaffnas führte, lockte hunderte von Zivilisten aus ihren Häusern die gespannt die Prozession verfolgten. Mit zweisprachigen Schildern (tamilisch und singhalesisch) sprachen die Mitläufer wichtige Themen Sri Lankas an. „Durch Bildung Grenzen überwinden“, „Durch Künste Frieden schaffen“ , „Mit Toleranz und Respekt für ein friedliches Sri Lanka“. Hand in Hand marschierten die Kinder verschiedenster Ethnien und Religionen durch die Stadt und setzten dadurch ein wichtiges Zeichen: Wir wollen gemeinsam in Frieden leben.

Die älteren Generationen, die an den Zäunen ihrer Häuschen gespannt zuschauten, habe hoffentlich auch etwas aus dem Projekt mitnehmen können. Wenn ihre Kinder es schaffen, Grenzen zu überwinden und Interesse an einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Ethnien zeigen, dann können auch sie vielleicht das ein oder andere Vorurteil, welches sich in Zeiten des Bürgerkrieges eingebrannt hat, überwinden.

Der Umzug endete in dem Garten des Open Air Theater des Centre for Performing Arts. Alle Mitläufer wurden mit einem erfrischenden Kaltgetränk begrüßt und die Kinder und Jugendlichen feierten bei traditioneller Trommelmusik miteinander. Der ereignisreiche  Tag endete in einem Abendprogram bei dem zahlreiche Gäste erschienen sind. Unter den Ehrengästen befanden sich auch Vertreter der verschiedenen Religionen Sri Lankas (katholische und hinduistische Priester, muslimischer Imam und einen buddhistischen Mönch), welche zum Teil Reden über Toleranz und Frieden hielten. Neben den Vorträgen, führten auch noch alle Tanzgruppen der verschiedenen Zentren des CPArts, welche für dieses Event angereist sind, traditionell tamilische, muslimische und singhalesisch Tänze auf.

Selbstverständlich haben auch wir Freiwilligen uns ein weißes CPA Peace Rally T-shirt und ein paar Schilder geschnappt und sind gemeinsam mit den Sri Lankanern auf die Straße um unsere Stimme für den Frieden zu heben. Das ganze Event war wirklich eine tolle Erfahrung und ein super Gefühl Teil davon gewesen zu sein. Wochenlang hat unser Büro das Projekt vorbereitet und auch wir konnten viel beim Entstehungsprozess mitwirken.

 

handinhand

 

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Ein neues Fahrrad

Da wir in einem Entwicklungsland leben und arbeiten ist es selbstverständlich alltäglich, dass man mit ärmeren Menschen zu tun hat. Der Nachtwächter namens Denendren der Musikschule, in der wir unsere Gästezimmer haben, ist einer von denen, die nicht so viel Glück im Leben hatten. Er wohnt auf der etwa 3o km von Jaffna entfernten Halbinsel Kayts von der aus er  jeden Abend und Morgen mit dem Fahhrad von seiner Arbeitsstelle hin und her pendelt. Während dem Bürgerkrieg fiel eine Bombe auf sein Haus und schädigte ihn und seine Kinder sehr. Ihm musste ein Fuß amputiert  und viel Haut transplantiert werden. Durch seine körperliche Beeinträchtigung und seiner fehlenden Ausbildung kann er keine (gut bezahlten) Arbeiten nachgehen und ist somit auf seinen aktuellen Arbeitsplatz für 80 Euro im Monat angewiesen. Er ist zudem auch der Alleinversorger der ganzen klein Familie mit zwei Kindern, da seine Frau, typisch dem Rollenmodell hier auf Sri Lanka, im Haushalt arbeitet und keiner bezahlten Arbeit nachgeht.

Wir verbringen öfters am Abend Zeit mit Denendren und spielen das traditionelle Carom-Spiel welches er und beigebracht. Auf dem kleinen und 2m tiefen Röhrenfernseher schauen wir die WM-Spiele (-Er unterstützt souveräner Weise unsere deutsche National Elf da Sri Lanka ja nur im Cricket sehr gut ist aber nicht um Fußball) oder schauen super kitschige Bollywood Streifen.

Er erzählt uns auch oft im gebrochenen englisch, von seinen finanziellen Sorgen. In der letzten Zeit bereitete im sein einziges Transportmittel mit dem er täglich 60km zurücklegt Probleme. Sein Fahrrad ist total alt, klapprig und verrostet. Fast wöchentlich fällt ein Teil auseinander und er muss es in der Werkstatt für (verhältnissmäßig) viel Geld reparieren lassen.

Letzten Samstag haben wir uns dazu entschlossen ihm von unserem Spendenkonto ein neues Fahrrad zukaufen und ihm somit zumindest eine kleine Last von den Schultern zu nehmen. Die Überraschung war groß und seine Freude noch viel größer! Man hat ihm deutlich angesehen wie froh er ist, dass er sich für die nächste Zeit wenigstens keine Gedanken machen muss wie er zu seinem Arbeitplatz kommen kann.

-Vielen Dank das Sie es uns möglich gemacht haben Denendren zu helfen!

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Spendeneinsatz

Im letzten Blog Eintrag haben wir geschrieben, dass wir hier gerne künftig berichten wollen für was die Spenden ausgegeben werden.

Wir Freiwilligen wohnen in einer Wochenendschule („College of Aesthetics“), welche Kinder aus ärmeren Verhältnisse kostenlos in traditionellen Tanz, Gesang, Instrumente und Kunst schult. Von dieser Schule aus fand letzten Sonntag, am 27. Mai eine Abendveranstaltung statt, in der die Kinder und Jugendlichen ihr Gelerntes dem Publikum präsentieren konnten.  Es ist eine tolle Möglichkeit für die Kinder auf einer Bühne zu stehen und für ihre Talente Aufmerksamkeit zu bekommen.

Die Leiterin der Schule und unsere Hauptansprechpartnerin Angela hat uns von ihren finanziellen Sorgen erzählt was die Veranstaltung betrifft, da die Schüler nichts für den Unterricht zahlen, ist auch die Schule auf Spenden angewiesen. Daher haben wir uns dazu entschlossen das Programm mit einem kleinen Teil unseres Spendenkontos zu unterstützen. Vielen Dank an all die großzügigen Spender die dieses Event möglich gemacht haben!

Der Abend voller traditionell tamilischer Tänze  und verschiedenster instrumental Performances wie zum Beispiel der Veena, ein altes Instrument das vor allem im Hinduismus zur Götterverehrung gespielt wird, war ein voller Erfolg.

 

DSC04378Traditioneller Folklore Tanz

DSC04369Veena-Klasse

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Gesangsschülerinnen

Hallo

wir möchten uns zunächst dafür entschuldigen, dass wir diesen Blog nicht verwaltet haben. Das wollen wir jetzt in den letzten Monaten unseres freiwilligen sozialen Jahres ändern.

Wir haben sehr viele Spenden bekommen und den Blog möchten wir nutzen um den Wohltätern davon zu berichten, wo ihr Geld hingekommen ist. Hier werden wir veröffentlichen für welche Projekte und Programme die Spenden verwendet wurden und für welche es geplant ist. Auch sonst werden wir hin und wieder einen Einblick in die Projekte des Centre for Performing Arts geben, die Hilfsorganisation, in der wir arbeiten.

An dieser Stelle vielen Dank an all die großzügigen Spender aus Deutschland und der Schweiz!

Grüße aus Sri Lanka,

Verena &Veronika

Wir sind jetzt Weltwärts!

Hallo Zusammen,

kurz vor unserem Abflug und BegiBildergebnis für weltwärts logonn unseres Abenteuers wurde der Weltwärts Antrag endlich bestätigt. Nun sind wir nicht länger Missionare auf Zeit sondern offiziell Weltwärts-Freiwillige. Doch was heißt das jetzt? Wir werden von jetzt an von der Bundesrepublik Deutschland bei unserem Auslandsaufenthalt unterstützt und nicht nur alleine von der Diözese Passau. Dies bringt einige Vorteile mit sich. Neben finanzieller Unterstützung wird das FSJ nun landesweit als offizielle Entwicklunshilfe anerkannt und bei Unis etc. gutgeschrieben.

Herzlich Willkommen

Lieber Leser, Liebe Leserin!

Um uns kurz vorzustellen:

Wir sind zwei Freiwillige – Verena Schropp und Veronika Nicklas, haben im Juni 2017 unser Abitur abgelegt und absolvieren nun über die Referat Mission und Weltkirche Passau und „weltwärts“ ein FSJ in Sri Lanka !

Als FSJler arbeiten wir im Centre for Performing Arts (CPArts) im Norden Sri Lankas in Jaffna .  Der bis 2009 anhaltende, blutige Bürgerkrieg zwischen den tamilischen Rebellen und der singhalesischen Regierung hat das Land stark geschwächt. Auch heute, wenige Jahre nach dem Kriegsende leben die verschiedenen Ethnien sehr isoliert voneinander. Die NGO arbeitet daran, mithilfe von Kunst Brücken zwischen den bis heute tief gespaltenen Bevölkerungsgruppen, die Tamilen und die Singhalesen auf zu bauen.
Zudem veranstaltet die Organisation viele Kinder- und Jugendprojekte im ganzen Land verteilt, sodass diese einen Rahmen haben, um Berührungsängste und Vorurteile gegenüber anderer Ethnien abbauen zu können.

 

Das CPA hat zudem eine eigene Facebookseite auf Englisch:

https://www.facebook.com/cparts.english